TiPi - Tiere in Pädagogik integrieren!

Tiere unterstützen Menschen

Was noch vor einigen Jahren als Kuschelpädagogik belächelt wurde, etabliert sich stetig in vielen pädagogischen Tätigkeitsfeldern: Der Klassenhund geht mit in den Unterricht, die Katze begrüßt Patienten in einer therapeutischen Praxis und Alpakas bestreiten mit Klienten einen Parcours.

Immer mehr Fachleute in pädagogischen, sozialen und therapeutischen Arbeitsfeldern erkennen die positive Wirkung der Tiere. Die Erfolge der Tiereinsätze, über welche berichtet wird, sind erstaunlich. Tiere können auch da eine positive Entwicklung bewirken, wo andere Methoden bzw. Menschen nicht oder nicht mehr weiterhelfen.

Uns stellt sich die Frage, wie es zu dieser überdurchschnittlich positiven Einschätzung tiergestützter Pädagogik kommt. Sind Tiere tatsächlich die besseren Erzieher und ist die häufige Presseüberschrift "Pädagogen auf vier Pfoten" damit gerechtfertigt? Wir haben uns daher zum Ziel gesetzt, Effekte und Grenzen des pädagogischen Tiereinsatzes durch anerkannte, standardisierte Forschungsmethoden wissenschaftlich nachzuweisen und zu dokumentieren. In diesem Kontext sehen wir das Tier selbst nicht als Pädagogen oder Co-Therapeuten; es verfolgt selbst kein pädagogisches Ziel. Aber es kann uns als pädagogisch-therapeutische Fachleuten dadurch unterstützen, dass es meist vorurteilsfrei an Kinder und Erwachsene herantritt und auch so wahrgenommen wird. Jeder Mensch wird vom Tier so angenommen, wie er ist und vor die gleichen Anforderungen gestellt: "Streichel mich! Fütter mich! Spiel mit mir!" etc.. Tiere haben für die meisten Menschen einen viel höheren Aufforderungs- und Motivationscharakter als viele andere pädagogisch-therapeutische Bemühungen.

Wie, wo und wann wir in unsere Arbeit Tiere integrieren, ist aber alleine und im Besonderen abhängig von unserer eigenen professionellen Expertise. Daher ist neben einer fundierten pädagogischen und/oder therapeutischen Fachausbildung zusätzlich ein Spezialwissen und Können über Theorie und Praxis des tiergestützen Arbeitens unumgänglich!