Herausforderungen

Die Forschung auf dem Gebiet der Tiergestützten Förderpädagogik steckt noch in den Kinderschuhen. Vor allem methodisch steht die Erforschung der Wirkung des Tiereinsatzes vor einer Herausforderung.
Wissenschaftler brauchen geeignete Instrumente, um Aussagen treffen zu können. In pädagogischen Kontexten sind das zumeist qualitative und quantitative empirische Methoden wie mündliche/schriftlche Befragungen und Beobachtungen. Oftmals stoßen sie mit ihren Werkzeugen an Grenzen: Die Qualität einer sozialen Beziehung zwischen Mensch und Tier zu beschreiben, bietet viel Raum für subjektive Interpretationen. Um eine möglichst hohe Objektivität zu gewährleisten, müssen Studien in dem Bereich sehr akribisch durchdacht und ausgeführt werden. Meist stellt sich Forschung zu dem Thema Tiergestützte Pädagogik als Zustandserfassungen vor und nach Tiereinsätzen oder als Gegenüberstellung zweier Stichproben (z.B. Personen mit Tiereinsatz - Personen ohne Tiereinsatz) dar.
Neben den Ergebnissen einer Untersuchung, die sich auf die Wirksamkeit des Tiereinsatzes beziehen, gibt es immer die Erfahrungen bezüglich der Eignung der Methodik. So konnten durch die Examens- und Diplomarbeiten bereits einige standardisierte Methoden auf die Untersuchung des Tiereinsatzes meist erfolgreich übertragen werden. Trotzdem bringt jede Arbeit Erfahrungswerte hervor, die spätere Evaluationen noch präziser werden lassen. Auf diese Weise steigt die Qualität der Forschungsarbeit im tiergestützten Tätigkeitsfeld, was sich wiederum auf die Praxis auswirkt.
Zur Zeit initiert TiPi ein Forschungsprojekt zur Erfassung und Bewertung von wissenschaftlichen Forschungsmethoden in tiergestützten Settings im deutschsprachigen und angloamerikanischen Raum